Eine bewegende Geschichte der FF Wenns…
Die einzigen schriftlichen Dokumente, die einen Blick in die Feuerwehrgeschichte zulassen, sind die ausführlichen Aufzeichnungen anlässlich der 100 Jahr Festchronik unsers  langjährigen Schriftführers und Chronisten Mattle Rudolf im Jahre 1997 sowie das von ihm im Jahre 1971 begonnene Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Wenns. Die älteren Protokollbücher dürften, wie von älteren Mitgliedern immer wieder betont wird, bei den zahlreichen Dorfbränden zerstört worden sein. So fehlen auch zahlreiche Inventars- und Mannschaftslisten. Eines der ältesten Fotodokumente stammt aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg und zeigt die Feuerwehrmitglieder bei der Teilnahme an der Fronleichnamsprozession in damals typischer Adjustierung. Die Freiwillige Feuerwehr Wenns wurde im Jänner 1895 unter dem damaligen Kommandanten und Gründungsmitglied Franz Senn gegründet. 1902 löste ihn Franz Deutschmann als Kommandant ab, welcher 35 Jahre lang die FF Wenns leitete. Bei der Florianfeier 1927 wurde Deutschmann Franz zum Ehrenkommandant ernannt. Eine genaue Auflistung aller Kommandomitglieder finden sie unter der Rubrik Kommandomitglieder seit der Gründung.

 

Gerätehäuser der FF Wenns
Das erste Feuerwehrhaus stand an der alten Pitztaler Landesstraße (heute Alte Straße / “Wendeler´s Christian”) und diente bis in die 50er-Jahre als Gerätehaus. Nach dem Bau des Gemeindehauses im Jahre 1951 erhielt die Feuerwehr zwei Garagen mit Schlauchturm. Im Jahr 1986 wurde die Feuerwehrhalle unterhalb der Pfarrkirche eingeweiht. Im Jahr 2014 wurde das neue Einsatzzentrum am vorherigen Standort im Unterdorf erweitert sowie ein Neubau gemeinsam mit einem neuen Mehrzwecksaal für die Gemeinde Wenns eingeweiht.

 

Zahlreiche Großbrände erschütterten die Gemeinde
Das die rund 2.100 Einwohner zählende Gemeinde Wenns in den vergangenen 125 Jahren nie von Großbränden verschont blieb, zeigen die zahlreichen Einsatzberichte. Seit der Gründung im Jahr 1895 konnte sich unsere Wehr bei über 30 Großbränden bewahren. Am 25.Juni 1914 wurde das Gasthaus „Zum roten Ochsen“ und die dazugehörigen vier Wirtschaftsgebäude ein Raub der Flammen. Bis in die 50er Jahren blieb fast kein Ortsteil der Gemeinde Wenns von einem Großfeuer verschont. Der größte Brand war sicherlich die nächtliche Katastrophe am 8. August 1956 im Wenner Oberdorf. Dort brannten acht Wohnhäuser und die dazugehörigen Stallungen bis auf die Grundmauern nieder. Damals wurden über 50 Personen obdachlos und mehr als 400 Feuerwehrmänner waren Pausenlos im Einsatz. Sogar in den Südtiroler „Dolomiten“ wurde dieser Großbrand unter dem Titel „Wenner Oberdorf wie nach einem Luftangriff“ ausführlich geschildert. 1981 folgte ein Großbrand im Unterdorf (Gasthof Post und Rose) sowie 1987 ein weiterer Großbrand zweier Wirtschaftsgebäude im Unterdorf. Der letzte Großbrand in der Gemeinde Wenns war am 5.Juli 2009 im Ortsteil Brennwald. Ein älteres Ehepaar konnte in letzter Minute vor den Flammen gerettet werden. Durch den raschen Einsatz der über 250 alarmierten Feuerwehrkameraden mit über 25 Fahrzeugen gelang es, weitere Gebäude zu retten. Dem Flammeninferno fielen ein Wohnhaus, ein Doppelhaus sowie zwei Wirtschaftsgebäude zum Opfer. Nach dem Erhalt des Rüstfahrzeuges sowie der Bergeschere im Jahre 1986 nahm auch die Anzahl der technischen Einsätze, Verkehrsunfällen und Technischen Hilfeleistungen in den letzten 30 Jahren rasant zu.

1885 – 1985 (Festchronik 100 Jahre FF Wenns / durchblättern)

Unsere Partnerfeuerwehr Kaufering (Landkreis Landsberg am Lech):

1981: Erstmals besuchten uns Kameraden der Feuerwehr Kaufering. Eine gute Partner- und Freundschaft entstand, welche nun seit knapp 40 Jahre besteht. Bereits die dritte Generation in den Feuerwehren pflegen diese gute Kameradschaft zwischen Bayern und Tirol.

1983: “Anlässlich 800 Jahre Kaufering” waren wir erstmals mit 24 aktiven Kameraden beim Festumzug bei unserer Partnerfeuerwehr in Kaufering. 36° Grad im Schatten mit der Adjustierung, Gurte und Helm erforderte gute Kondition.